Reiseinformationen

Vor Reiseantritt sollten Sie sich unbedingt umfassend über das Reiseland und den möglichen Krankheiten informieren. Um Sie dabei zu unterstützen haben wir umfangreiche Informationen zu den Reiseländern und Krankheiten gesammelt und zusammengestellt. 

 

Passend dazu erhalten Sie in unserem Shop bereits zusammengestellte Reiseapotheken.


Reiseländer


Reisekrankeiten


Amerikanische Trypanosomiasis (Chagas-Krankheit)


Vorkommen:
Mexiko, Zentral- und Südamerika bis Chile

Erreger:
Parasiten der Gattung Trypanosoma cruzi

Übertragung:
Die Infektion erfolgt durch blutsaugende Raubwanzen. Während des Saugvorgangs scheiden die infizierten Wanzen Trypanosomen aus.

Symptome/Erkrankungsbild:
Herzschädigung, Rhythmusstörungen, Magen-Darmbeeinträchtigung, Darmschädigung.

Prophylaxe:
Benutzen von Moskitonetzen bei entsprechender Exposition.

Anthrax


Vorkommen:
Weltweit, Ausbrüche wurden in Zentralasien beobachtet.

Erreger:
Bacillus anthracis- Bakterien

Übertragung:
Am häufigsten durch Hautinfektion bei Kontakt mit kontaminierten Produkten infizierter Tiere (Schafe, Ziegen, Rinder).

Symptome/Erkrankungsbild:
Eine Übertragung erfolgt durch Kontakt mit Tierprodukten oder Anthraxsporen. Unbehandelt können lokale Lymphknoten- Infektionen auf das Blut übergehen und tödlich enden.

Prophylaxe:
Impfung möglich, jedoch nur empfohlen für Menschen mit einem erhöhten berufsbedingten Risiko. Wichtig ist, direkten Kontakt mit Erde oder mit Tierprodukten zu vermeiden.

Brucellose


Vorkommen:
Weltweite Verbreitung bei Tieren, überwiegend in Entwicklungsländern und im Mittelmeerraum.

Erreger:
Brucella-Bakterien

Übertragung:
In erster Linie eine Tiererkrankung, die durch befallene Tiere (Rinder, Schafe, Ziegen) durch direkten Kontakt oder durch Verzehr von Rohmilch übertragen wird.

Symptome/Erkrankungsbild:
Kontinuierliches oder intermittierendes Fieber mit Übelkeit. Bei Nichtbehandlung kann sich die Krankheit über mehrere Monate hinziehen.

Prophylaxe:
Keine; jedoch das Trinken von Rohmilch in abgelegenen ländlichen Gegenden meiden. Weiter direkten Kontakt mit Rindern, Schafen und Ziegen vermeiden.

Cholera


Vorkommen:
Die Cholera kommt weltweit vor, überwiegend in Ländern mit schlechten Hygieneverhältnissen und Mangel an sauberem Trinkwasser. Vor allem in Afrika und Asien, aber auch in Zentral- und Südamerika.

Erreger:
Vibrio-cholerae-Bakterien

Übertragung:
Durch Stuhl verunreinigtes Wasser.

Inkubationszeit:
2-5 Tage

Symptome/Erkrankungsbild:
In leichten Fällen nur Durchfall ohne weitere Symptome. Bei schwererem Erkrankungsbild, stark wässrige Durchfälle mit Brechreiz und Erbrechen, mit schnell einsetzendem Flüssigkeitsverlust. Wasserverlust bis 25 Liter am Tag sind möglich. Unbehandelte, schwere Fälle können innerhalb weniger Stunden aufgrund des Wasserverlustes und des damit verbundenen Kreislaufkollapses zum Tode führen.

Behandlung:
Schneller Ersatz der verlorenen Körperflüssigkeit.

Prophylaxe:
Orale Cholera-Impfstoffe sind für Reisende in entsprechende Risikogebiete erhältlich, aktive Impfung bietet drei bis fünf Monate Schutz.

Dengue-Fieber


Vorkommen:
In tropischen und subtropischen Regionen, Zentral- und Südamerikas, sowie Südasiens und Südafrikas.

Erreger:
Dengue-Virus

Übertragung:
Dengue-Fieber wird durch Aedes-aegypti-Mücken übertragen, die tagsüber stechen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt es nicht. Affen können in Südostasien und in Afrika Virusträger sein.

Symptome/Erkrankungsbild:
Akut fiebrige Erkrankung, teilweise mit fleckigem Hautausschlag. Starke Muskelschmerzen mit biphasischen Fieberschüben. Weiterhin kann das Dengue-Fieber zu Blutungen durch verstärkte Gefäßpermeabilität führen(hämorrhagisches Dengue-Fieber); das Dengue-Schocksyndrom entwickelt sich dagegen selten: Aufgrund eines schweren Blutdruckabfalls resultiert eine Hypovolämie, die unbehandelt bei der Hälfte der Patienten zum Tode führt.

Prophylaxe:
Keine (nach Möglichkeit Moskitostiche vermeiden)

Diphtherie


Vorkommen:
Weltweit, in Industrieländern jedoch aufgrund der DTP-Impfung sehr selten anzutreffen.

Erreger:
Dengue-Virus

Übertragung:
Sie erfolgt von Mensch zu Mensch mit infizierten Personen überwiegend durch Tröpfcheninfektion. Innere Organe werden durch Exotoxine geschädigt.

Inkubationszeit:
2-6 Tage

Symptome/Erkrankungsbild:
Abhängig von der betroffenen Körperregion.

Behandlung:
Schnelle Injektion eines Gegengiftes (Diphtherie-Antitoxin).

Prophylaxe:
Keine (nach Möglichkeit Moskitostiche vermeiden)


Filariose


Vorkommen:
Afrika, Teile Südostasiens, Südamerika

Erreger:
Rundwürmer (Nematoden)

Übertragung:
Durch Stiche infizierter Moskitos, die beim Blutsaugen Larvenformen der Nematoden übertragen.

Symptome/Erkrankungsbild:
Fieber, Lymphknotenschwellungen, sowie als Onchozerkose auftretende Knötchen unter der Haut, die durch ausgewachsene Würmer verursacht werden. Die sog. Mikrofilarien wandern durch die Haut und können die Augen erreichen, wobei sie eine Blindheit verursachen können.

Prophylaxe:
Keine (Schützen vor Moskitostichen und Kriebelmücken).

Fleckfieber


Vorkommen:
In den kälteren Regionen von Zentral- und Westafrika sowie Südamerika und Asien. Fleckfieber tritt ausschließlich bei schlechten Hygieneverhältnissen und einer gewissen Bevölkerungsballung auf.

Erreger:
Rickettsia Prowazekii.

Übertragung:
Durch die menschliche Körperlaus.

Symptome/Erkrankungsbild:
Plötzliche Kopfschmerzen mit Frösteln, hohem Fieber, Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit und Husten. Nach etwa 6 Tagen fleckiger Hautausschlag ,der sich unter Aussparung des Gesichtes und der Handflächen auf den Rest des Körpers ausbreitet. Unbehandelt liegt eine Sterberate von 40 % vor.

Prophylaxe:
Keine, (ausreichende Körperhygiene in Risikogebieten erforderlich).

SME-Enzephalitis (Zecken)


Vorkommen:
Ausgewiesene Risikogebiete in Teilen Europas, den baltischen Staaten sowie der Russischen Föderation. In Deutschland überwiegend in Bayern und Baden-Württemberg. Die FSME kommt hauptsächlich in den Sommermonaten in ländlichen Gebieten zu Ausbruch bis zu einer Höhe von ca. 900 m.

Übertragung:
FSME wird durch den Biss infizierter Zecken übertragen.

Inkubationszeit:
5-14 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
Erkrankung zeigt sich grippeähnlichen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber, Schnupfen). Die Zecken- enzephalitis entwickelt sich bei einer 2. Phase und kann zu Dauerschädigungen/Lähmungen und auch zum Tode führen.

Behandlung:
Antikörper innerhalb von 96 Stunden nach der Infektion.

Prophylaxe:
Impfung gegen FSME.

Gelbfieber


Vorkommen:
In Gebieten Afrikas, Süd- sowie Zentralamerikas. In einigen Ländern wird das Risiko einer Einschleppung des Gelbfieber-Virus für realistisch angesehen, weshalb eine entsprechende Gelbfieber-Impfung gefordert wird. In Asien wurde bisher noch nicht über Gelbfiebererkrankungen berichtet.

Erreger:
Gelbfieber-Virus (Arbo-Virus).

Übertragung:
Gelbfieber wird durch Stiche infizierter Aedes-aegypti-Moskitos übertragen; eine Übertragung ist jedoch auch durch andere Mücken in südamerikanischen Wäldern möglich. Die Aedes-aegypti-Moskitos stechen während der Tageszeit bis zu einer Höhe von ca. 2600 m. Infiziert werden Menschen und Affen.

Inkubationszeit:
3-4 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
2-phasige Erkrankung mit anfänglich Muskelschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen, Brechreiz mit Appetitlosigkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen kommt es bei ca. 10 % der befallenen Patienten zum Wiederauftreten des Fiebers mit Gelbsucht, Erbrechen, abdominalen Beschwerden. Die Hälfte dieser Patientengruppe stirbt ca. 10 Tage nach Krankheitsbeginn.

Prophylaxe:
dringend Gelbfieber-Impfung empfohlen. Möglichst Moskitostiche vermeiden.

Giardiasis


Vorkommen:
Weltweit.

Erreger:
Giardia lamblia (Parasit).

Übertragung:
Orale Aufnahme von Giardiazysten aus dem Wasser, welches durch Fäkalien infizierter Tiere oder Menschen verunreinigt wurde.

Symptome/Erkrankungsbild:
Meistens treten keine Symptome auf; bei Erkrankungsausprägung häufig Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfe, Durchfall, Blähungen, sowie dünner schmieriger Stuhlgang.

Prophylaxe:
Keine (Badegewässer meiden, die auch von freilebenden Tieren genutzt werden; Baden in Swimmingpools ohne filtriertes Wasser vermeiden).

Hämorrhagisches Fieber


Vorkommen:
Tropische und subtropische Regionen.

Erreger:
Meist wird das Fieber durch Viren der Flavo-Gruppe verursacht.

Übertragung:
Übertragung durch Moskitos. Das Krim-Kongo-Fieber wird durch Zecken übertragen, beim Lassa-Fieber sind Nagetiere als Virusträger bekannt.

Symptome/Erkrankungsbild:
Schwere, akut verlaufende virale Infektionen mit massivsten Fieberausbrüchen, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Muskelschmerzen mit Durchfall und Erbrechen. Über 50 % der Befallenen sterben.

Prophylaxe:
Keine (Stiche von Moskitos und Zecken meiden, sowie Kontakte mit Nagetieren).

Hepatitis A


Vorkommen:
Weltweit, überwiegend in Entwicklungsländern wo die Hygieneverhältnisse schlecht und Trinkwasserkontrollen mangelhaft sind.

Erreger:
Hepatitis A-Virus (Picorna-Virus).

Übertragung:
Durch kontaminiertes Wasser oder Nahrungsmittel. Weiterhin durch Blut- bzw. Sexualkontakt (selten).

Inkubationszeit:
12-50 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
Die akute Hepatits A tritt mit plötzlichem Fieber, Brechreiz, sowie abdominalen Beschwerden auf, später folgt eine Gelbsucht. Dunkelfärbung des Urins, Gelbfärbung von Haut und Augen.

Prophylaxe:
Impfung dringend empfohlen.

Hepatitis B


Vorkommen:
Weltweit

Erreger:
Hepatitis B-Virus (HBV)

Übertragung:
Hepatitis B wird von Mensch zu Mensch durch Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten übertragen. Bluttransfusionen, Kontakt mit infiziertem Blut, aber auch Sexualkontakt sind Infektionsquellen. Selten ist eine Ansteckung durch Akupunktur, Tätowierungen bzw. Piercen.

Inkubationszeit:
30-180 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
Eine große Anzahl HBV-Infektionen zeigt nur geringe Symptome, häufig werden sie beim Erwachsenen nicht bemerkt. Bei klinischer Ausprägung tritt häufig Brechreiz, Erbrechen sowie ein Appetitmangel auf. Gelenkschmerzen und Hautausschlag sind häufig. Gelbsucht tritt in manchen Fällen auf. Bei schweren Verläufen entwickelt sich eine chronische Leberentzündung (auch Leberzirrhose und Leberkrebs möglich).

Prophylaxe:
Impfung dringend empfohlen.

HIV-Aids, sowie weitere sexuell übertragbare Infektionen


Vorkommen:
Weltweit

Übertragung:
Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. HIV, Syphilis und Hepatitis B können auch durch verunreinigtes Blut/Blutprodukte, sowie durch verschmutze Injektionsnadeln übertragen werden.

Symptome/Erkrankungsbild:
Harnröhren- und Vaginalbeschwerden, Geschwüre im Genitalbereich. Eine rechtzeitige Diagnose, sowie eine optimale Behandlung sind bei sexuell übertragbaren Infektionen anzustreben.

Prophylaxe:
Bei Gonorrhöe, Syphilis, sowie Trichomoniasis gibt es ausreichend gute Medikamente. Wichtig sind in diesem Zusammenhang gute Männer- und Frauenkondome die einen guten Schutz vor der Ansteckung mit HIV oder anderen Geschlechtserkrankungen bieten. Sexuell übertragbare Virusinfektionen sind schwierig zu behandeln (Genitalwarzen, sowie Genitalherpes). Trotz guter Therapiefortschritte führt die HIV-Infektion im Spätstadium zu Aids, was derzeit unheilbar ist.

Influenza


Vorkommen:
Weltweite Verbreitung, in Europa tritt sie saisonal im Winter auf. Die südliche Hemisphäre wird überwiegend von April bis September befallen. In tropischen Gebieten kann die Influenza zu jeder Jahreszeit auftreten.

Erreger:
Influenza-Viren (Typ A, B, C). A-Viren sorgen für die meisten Influenza-Epedemien. Die Influenza-Viren wechseln ihre Antigen-Charakteristik, so dass spezifische Impfstoffe jedes Jahr angepasst werden müssen.

Inkubationszeit:
1-3 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
Atemwegsinfektionen mit unterschiedlicher Ausprägung von symptomlos bis zum tödlichen Verlauf. Anfänglich schnell einsetzendes Fieber, Halsschmerzen, Husten, Frösteln, häufig mit Fieber, Schnupfen, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen.

Prophylaxe:
Impfungen zu Beginn einer Influenzawelle besonders empfohlen. Für Reisende, die nicht geimpft werden können, ist der Gebrauch von entsprechenden Virostatika angezeigt.

Japan-Enzephalitis


Vorkommen:
Die japanische Enzephalitis tritt in asiatischen Ländern, sowie im Norden von Queensland/Australien auf.

Erreger:
Japanisches Enzephalitis-Virus, gehört zur Gruppe der Flaviviren.

Symptome/Erkrankungsbild:
Es treten verschiedene Schweregrade auf, von asymptomatischen Infektionen bis zu extrem schweren Fällen. Bei milden Formen zeigen sich febrile Kopfschmerzen, bei schweren Formen hohes Fieber mit Meningitiszeichen, dauerhaft bleibende, neurologische Schädigungen sind bei Überlebenden häufig. Die Hälfte der schwersten Fälle enden tödlich.

Prophylaxe:
Impfung bei entsprechender realistischer Exposition. Moskitostiche sollten in Expositionsgebieten dringend gemieden werden.



Keuchhusten (Pertussis)


Vorkommen:
Weltweit, 90 % sämtlicher Erkrankungen treten in den Entwicklungsländern auf.

Erreger:
Bordatella pertussis.

Symptome/Erkrankungsbild:
Keuchhusten ist eine bakterielle, höchst ansteckende Erkrankung der Atemwege durch Bordatella pertussis. Die Infektion erfolgt durch direkten Kontakt mit den Bakterien, die aus den Atemwegen erkrankter Personen ausgeschieden werden und sich über die Luft übertragen. Infizierte Personen haben einen massiven Husten über Wochen mit einem typischen Keuchen. Häufig Erbrechen mit Zyanose (bläuliche Verfärbung der Haut). Bei Kleinkindern können sich Apnoe-Anfälle (Atemaussetzer) zeigen, Husten kann teilweise völlig ausbleiben. Die meisten Todesfälle treten bei kleinen Kindern in Entwicklungsländern auf.

Prophylaxe:
Wirksame Impfungen stehen zur Verfügung. In der Regel wird eine Kombinationsimpfung mit Diphtherie und Tetanus-Toxoid verabreicht. Drei Impfungen werden für ein Grundimmunisierung benötigt.

Legionellen


Vorkommen:
Weltweit.

Erreger:
Legionella-Bakterien.

Übertragung:
Infektion erfolgt durch Inhalation von verunreinigten Wasserdämpfen. Die Legionella-Bakterien leben im Wasser und besiedeln Wassersysteme mit Temperaturen zwischen 20° C; und 55° C; (Klimaanlagen, Wasserbehälter).

Symptome/Erkrankungsbild:
Bakterielle Pneumonie (Lungenentzündung) mit Kopf- Muskelschmerzen, Unwohlsein, Abgeschlagenheit und schnellem Fieberanstieg. Weiterhin das sog. Pontiac-Fieber mit grippeähnlichen Symptomen, wobei eine spontane Genesung zwischen zwei und fünf Tagen auftritt.

Prophylaxe:
Keine (regelmäßige Reinigung entsprechender Wassersysteme erforderlich).

Leishmaniase


Vorkommen:
In tropischen und subtropischen Gebieten, teilweise in Südeuropa und im östlicher Mittelmeerraum.

Erreger:
Leishmania (Parasit)

Übertragung:
Stiche weiblicher Sandmücken bewirken die Infektion. Weiterhin ist eine Ansteckung von Mensch zu Mensch über Kontakt mit infizierten Spritzen möglich.

Symptome/Erkrankungsbild:
Zwei unterschiedliche Formen sind bekannt: Haut- und Schleimhaut-Leishmaniase, die sog. Orientbeule (chronische Geschwüre der Schleimhaut; die cutane Leishmaniase führt zu Entstellungen), sowie die viszerale Leishmaniase (Kala Azar) - Befall von Knochenmark, Lymphknoten, Leber und Milz, sowie innerer Organe.

Prophylaxe:
Keine; Sandmückenstiche vermeiden, besonders nach Sonnenuntergang) Hier sollten suffiziente Repellents gegen Insekten eingesetzt werden. Wichtig sind auch imprägnierte Moskitonetze.

Leptospirose


Vorkommen:
Weltweit.

Erreger:
Spirochäten (Gattung Leptospira).

Übertragung:
Kontakt von Haut- oder Schleimhaut mit Wasser, das mit Urin infizierter Tiere kontaminiert ist.

Symptome/Erkrankungsbild:
Plötzlich einsetzende Fieber, Frösteln, Muskel- Kopfschmerzen, teilweise Meningitis, Gelbsucht sowie Nieren- und Leberversagen.

Prophylaxe:
Keine (bei entsprechender beruflicher Exposition und entsprechendem Risiko Impfung möglich. Wichtig ist potenziell verunreinigtes Gewässer zu meiden).

Lyme-Borreliose


Vorkommen:
Asien, Zentral- und Osteuropa, teilweise USA.

Erreger:
Spirochäten (Borrelia burgdorferi).

Übertragung:
Infektion erfolgt durch den Biss infizierter Zecken.

Symptome/Erkrankungsbild:
Üblicherweise Erkrankung im Sommer. Der Hautbiss zeigt im frühen Stadium eine sich vergrößernde Ringform, Fieber, Frösteln, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen sind Begleiterscheinungen. Spätschäden am Zentralnervensystem können folgen. Eine Spätarthritis ist möglich.

Prophylaxe:
Eine in den USA erhältliche Impfung bietet Schutz vor bestimmten Serotypen. Wichtig ist das Meiden von Zecken in verseuchten Gebieten.

Listeriose


Vorkommen:
Weltweit.

Erreger:
Listeria-monocytogenes-Bakterien.

Übertragung:
Verzehr verunreinigter Lebensmittel, Rohmilch, Fleischerzeugnisse.

Symptome/Erkrankungsbild:
Häufig eine Meningoenzephalitis.

Prophylaxe:
Keine (Vermeiden von Rohmilch und Milchprodukten).

Malaria


Vorkommen:
Tropische und subtropische Länder (s. Malariakarte mit Verlinkung). Malaria ist eine lebensgefährliche und in den vorkommenden Ländern eine weitverbreitete Erkrankung. Das Verbreitungsrisiko ist abhängig von der Jahreszeit, am höchsten ist die Verbreitung am Ende der Regenzeit. Keine Malariagefahr besteht in Südostasien, in vielen Touristengebieten, sowie in der Karibik und Lateinamerika.

Erreger:
Malaria kann durch verschiedene Spezies des Parasiten Plasmodium verursacht werden: Plasmodium malariae, Plasmodium ovale, Plasmodium vivax und Plasmodium falciparum.

Übertragung:
Durch den Stich verschiedener Anopheles-Moskitos wird der Malariaparasit übertragen. Die Anopheles-Moskitos stechen überwiegend von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

Inkubationszeit:
7 Tage. Generell kann im Expositionsgebiet nach Fieberausbrüchen am 7. Tag von einer Malaria ausgegangen werden.

Symptome/Erkrankungsbild:
Als Symptome zeigen sich Kopf-Rückenschmerzen, Frösteln, Fieber sowie rhythmische Fieberschübe alle 48 bzw. 72 Stunden, seltener auch unregelmäßig. Plasmodium falciparum löst die gefährlichste Form der Malaria aus. Bei maximaler Ausprägung der Erkrankung treten Muskelschmerzen, Erbrechen, Husten, abdominale Schmerzen, sowie Durchfall auf. Weiterhin können Organausfälle hinzutreten (Nierenversagen, zentrale Krämpfe). Todesfolge ist möglich. Extrem wichtig ist es, dass eine Malaria tropica bei ungeklärtem Fieber, welches am 7. Tag nach einem möglichen Moskitostich auftritt, abgeklärt wird.

Behandlung:
Eine frühzeitige Behandlung kann lebensrettend sein. Sind bei vorliegenden Symptomen in den ersten Blutproben keine Parasiten zu erkennen, müssen weitere Blutproben im Sechs-Stunden-Zyklus untersucht werden. Eine Erkrankung mit einer anderen Plasmodium-Spezies verläuft nur in den seltensten Fällen lebensbedrohlich. Die Behandlung erfolgt mit bewährten Malariamitteln (Chloroquin, Chinin, Halofantrin, und Mefloquin)

Prophylaxe:
Chemo-Prophylaxe nach Empfehlung des erfahrenen Arztes (einen absolut sicheren Schutz bietet keine Malariaprophylaxe). Wichtig ist es jedoch, dass alle prophylaktischen Mittel regelmäßig über die gesamte Dauer des Reiseaufenthaltes und unbedingt bis vier Wochen nach dem letztmöglichen Erregerkontakt eingenommen werden.

Masern


Vorkommen:
Weltweit (überwiegend in tropischen Ländern).

Übertragung
Tröpfcheninfektion.

Inkubtionszeit:
9-12 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
Masern sind eine hoch ansteckende Erkrankung. Typisch sind roter Hautausschlag, Fieber, Schnupfen, Lichtscheue, aufgedunsenes Gesicht, starker Husten, Glieder-, Kopf- und Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit. In gemäßigten Zonen steigt die Erkrankung im Winter und im Frühjahr an. In den Tropen nach der Regenzeit.

Prophylaxe:
Impfung dringend empfohlen. Reisende ohne vollständigen Masernimpfschutz sind bei Reisen in unterentwickelte Länder einem Risiko ausgesetzt. Eine ausgestandene Infektion führt zu einer lebenslangen Immunisierung.

Meningokokken-Meningitis


Vorkommen:
Weltweit, sporadische Fälle.

Erreger:
Neisseria meningitis-Bakterien.

Übertragung:
Direktkontakt mit infizierten Personen durch Tröpfcheninfektion.

Symptome/Erkrankungsbild:
Sehr viele Infizierte werden zu symptomlosen Trägern des Bakteriums und dienen als Ansteckungsquelle für andere Personen. Gekennzeichnet ist eine Meningokokken-Meningitis durch plötzliches Auftreten starker Kopfschmerzen, Übelkeit, Nackensteifigkeit, Erbrechen und Fieber. Die Krankheit kann in ca. 5% der Fälle tödlich enden. Bleibende neurologische Folgeschädigungen sind möglich.

Prophylaxe:
Impfungen für Neisseria Meningititis der Typen A, C, Y und W-135 stehen zur Verfügung.

Mumps


Vorkommen:
Weltweit.

Übertragung:
Tröpfcheninfektion.

Inkubationszeit: 17-21 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
Fieber, Reizhusten, Rhinitis (Schnupfen), später geschwollene Lymphknoten, Hautausschlag, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, selten Herzmuskelentzündung, Hirnhautentzündung, Hodenentzündung.

Prophylaxe:
Impfung wird empfohlen.


Pest

Vorkommen:
In verschiedenen Teilen der Welt gibt es noch Herde von Pestinfektionen bei Nagetieren. In Zentral-, Südafrika, Südamerika, sowie im westlichen Nordamerika und Asien kommt die Nagetierpest noch vor.

Erreger:
Yersinia pestis.

Übertragung:
Die Pest befällt Nagetiere und wird durch Flöhe auf andere Tiere und den Menschen übertragen (Zooenose). Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Ausnahme: Lungenpest.

Symptome/Erkrankungsbild:
Drei Erscheinungsformen sind beschrieben: Beulenpest mit Schwellung regionaler Lymphknoten, Schmerzen und Eiterbildungen (charakteristische Pestbeulen) nach einem Flohbiss. Pestsepsis: Verbreitung der Infektion über die Blutgefäße führt zur Meningitis und endotoxischem Schock. Lungenpest mit schwerer Pneumonie durch Tröpfcheninfektion.

Prophylaxe:
Impfung gegen Beulenpest ist möglich, für berufsbedingte Exposition. Wichtig ist, jeglichen Kontakt mit lebenden oder toten Nagetieren zu vermeiden.

Pneumokokken

Vorkommen:
Die Pneumokokkeninfektion tritt weltweit auf. Die Hauptursache für schwere Pneumonien bei Kindern unter fünf Jahren ist der Streptoccocus pneumoniae, der vor allem in Entwicklungsländern bis zu 1 Mio. Toten im Jahr führt. In Industrieländern werden häufig ältere Menschen von Pneumokokkeninfektionen befallen.

Erreger:
Streptoccocos pneumoniae.

Übertragung:
Die Infektion erfolgt direkt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion oder oralen Kontakt. Häufig gibt es gesunde, asymptomatische Personen, durch die die Krankheit übertragen wird. Die Resistenz der Penumokokkenstämme gegenüber Antibiotika zeigt die Wichtigkeit einer Impfung.

Symptome/Erkrankungsbild:
Zu den Erkrankungen zählen Meningitis, fiebrige Bakteriemie, Otitis media, Bronchitis, Sinusitis, sowie Pneumonie.

Prophylaxe:
Pneumokokken-Impfung für alle Personen, die älter als zwei Jahre sind und einem erhöhten Infektionsrisiko unterliegen. In Deutschland wird für alle Personen ab 60 Jahren eine Pneumokokken-Impfung empfohlen. Personen über zwei Jahren zeigen nach Pneumokokken-Impfung einen Immunschutz. Kinder unter zwei Jahren haben keine gute Responderrate. Verwendung findet ein Polysaccharid-Impfstoff, der ggf. nach zwei Jahren erneuert werden muss.


Poliomyelitis/Kinderlähmung

Vorkommen:
In fast allen Industrie- und Entwicklungsländern gibt es keine Poliomyelitis-Wildviren mehr. Die restlichen Länder sollen bis 2007 Poliomyelitis frei sein.

Erreger:
Es wird durch drei mit einander verwandten Entoroviren verursacht, und zwar die Poliovirustypen 1, 2 und 3.

Übertragung:
Die Übertragung erfolgt auf väkal-oralem Wege. In seltenen Fällen kam es auch aufgrund von verunreinigten Lebensmitteln oder verunreinigtem Wasser zu Ausbrüchen. Nach Virusaufnahme findet die Erstinfektion im Darm statt. Die Poliomyelitis ist unter dem allgemeinen Begriff Kinderlähmung bekannt. Eine auftretende Lähmung bleibt ein Leben lang bestehen. Eine Heilung gibt es nicht.

Prophylaxe:
Reisende sollten über einen ausreichenden Polioimpfstoff verfügen. Zwei Arten von Impfungen werden angeboten: Die inaktivierte Impfung (IPV), welche als Injektion gegeben wird, sowie die orale Lebendimpfung (OPV). Die Immunität durch orale Lebendimpfung hält offensichtlich ein Leben lang.

Hinweis:
Solange die Poliomyelitis noch nicht als offiziell ausgerottet gilt, sollten Reisende durch eine ausreichende Impfung geschützt sein.


Röteln

Vorkommen:
Weltweit.

Übertragung:
Tröpfcheninfektion.

Inkubationszeit:
14-16 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
1. Phase (ohne Ausschlag): Schmerzhafte Lymphknoten, Kopfschmerzen, Fieber, Nasenschleimhautentzündung, Augenbindehautentzündung.
2. Phase (mit Ausschlag): Rasche Ausbreitung des Ausschlags vom Gesicht aus, Fieber, Gelenkschmerzen.

Prophylaxe:
Impfung möglich, s. Impfplan.

Schweinegrippe

Schweinegrippe ist eine Viruserkrankung, die meist durch Influenza-Erreger vom Subtyp A H1N1 ausgelöst wird und in der Regel bei Schweinen auftritt. Es ist also eine Tierseuche,Ausbrüche unter Schweinen kommen vor. Wie auch bei der Influenza werden die meisten Fälle von Schweinegrippe zur Herbst- und Winterzeit beobachtet.. Das Virus verändert sich ständig.. Ist ein Schwein von mehreren Erregern gleichzeitig befallen, können durch Genaustausch neue Subtypen von Schweinegrippe-Viren entstehen. Die aktuellen Fälle der Schweine-Influenza sind auf eine Änderung von Schweinegrippe-Viren des Subtyps H1N1 zurückzuführen Die Schweinegrippe kann vom Schwein auf den Menschen übertragen werden. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist ebenfalls möglich, wie man am Ausbruch in Mexiko beobachten konnte. Das Virus wird hauptsächlich durch Tröpfchen-Infektion übertragen, also beispielsweise durch Husten oder Niesen. Gelangen die Viren an die Hände, können sie auch als Schmierinfektion weiter übertragen werden Beschwerden können sein: plötzliches Fieber, Husten, Appetitlosigkeit sowie Müdigkeit. Zusätzlich können Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Halsschmerzen und Schnupfen auftreten. Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass der Erreger durch Verzehr oder durch die Zubereitung von Schweinefleisch übertragen werden Bisher gibt es für den Menschen noch keinen Impfstoff gegen den speziellen Erreger der Schweinegrippe. . Ob die herkömmliche Grippeimpfung teilweise Schutz gegen die Schweinegrippe bietet, ist noch nicht geklärt. Die Schutzmaßnahmen sind wie bei einer herkömmlichen Influenza. So sollte der enge Kontakt zu erkrankten Personen möglichst vermieden werden. Regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife schützt vor Erregern und verhindert zugleich, dass sich ein Virus weiterverbreiten kann. Als Postexpositionsprophylaxe wird das Medikament Tamiflu empohlen.
Erkennen der "Schweinegrippe: akutes Auftreten von Fieber über 38,5 Grad, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Müdigkeit, gelegentlich Durchfall und Erbrechen
Ansteckung: erfolgt über geringe Distanz auf Schleimhäute beim Husten und Niesen Wie lange dauert es bis Erkrankung ausbricht? Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbreitung der Erkrankung scheint wie bei der saisonalen Influenza ein bis vier Tage zu sein. Bei der Dauer der Virenausscheidung wird von einer Woche ausgegangen. Impfstoff soll ab Ende September zur Verfügung stehen.

Schlafkrankheit/Trypanosomiasis

Vorkommen:
Tropische Länder West- und Zentralafrikas.

Erreger:
Parasiten der Gattung Trypanosoma brucei gambiense und potensiense.

Übertragung:
Durch Stiche infizierter Tse-Tse Fliegen.

Inkubationszeit:
Wochen bis Monate.

Symptome/Erkrankungsbild:
Schwere Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellungen, Schlaflosigkeit, Blutarmut und Hautausschlag. Später Gewichtsverlust, Schädigungen des zentralen Nervensystems. Unbehandelt führt die Erkrankung zum Tode.

Prophylaxe:
Keine. Vorsichtsmaßnahmen: Tse-Tse Fliegen stechen tagsüber und sind durch Reppelentien nicht abzuwehren.

Tetanus

Vorkommen:
Weltweit (infizierte, verschmutzte Wunden mit Tetanussporen).

Erreger:
Infektion mit Sporen des Clostridium tetani. Die Krankheit wird durch potentes Neurotoxin ausgelöst, welches das Bakterium in abgestorbenem Gewebe produziert.

Inkubationszeit:
3-60 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
Bei Tetanus sind die klinischen Symptome Muskelkrämpfe, die zu einer Kiefersperre führen. Hierauf folgen anhaltende Krämpfe der Rückenmuskeln, weitere Muskeln werden befallen. Bei generalisiertem Tetanusanfall ist eine intensivmedizinische Therapie erforderlich.

Prophylaxe:
Impfstoff. Im Rahmen der Grundimmunisierung von drei Dosen DTP (Verlinkung zum Impfplan).

Tollwut

Vorkommen:
Weltweit bei vielen Tieren. Die meisten menschlichen Infektionen werden in den Entwicklungsländern beobachtet.

Erreger:
Tollwut-Virus (Rabtuvirus).

Übertragung:
Eine Infektion des Menschen entsteht aus dem Biss eines infizierten Tieres. Der Virus befindet sich im Speichel. Übertragung in Entwicklungsländern erfolgt üblicherweise durch Hunde. Eine Infektion von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht beobachtet

Symptome/Erkrankungsbild:
Tollwut führt zu einer akuten Enzephalomyelitis, die ausnahmslos zum Tode führt. Erstsymptome sind Ängstlichkeit mit Fieber, Unwohlsein und Kopfschmerzen. Häufige Nervosität gefolgt von Angstzuständen vor Wasser. Schluckmuskelspasmen, Delirium mit massiven Krämpfen wenige Tage nach Krankheitsbeginn.

Prophylaxe:
Impfung für Reisende mit entsprechendem Expositionsrisiko. Wichtig: Keinen Kontakt zu Wild- oder herumstreunenden Tieren! Gründliche Desinfektion einer entsprechenden Bisswunde und sofortige ärztliche Hilfe!

Tuberkulose

Vorkommen:
Weltweit.

Erreger:
Tuberkulosebakterien (Mycobacterium tuberculosis). Weiterhin ist eine Infektion durch Mycobacterium bovis möglich, d. h. eine Erkrankung an der sog. Rindertuberkulose.

Übertragung:
Sie erfolgt von Mensch zu Mensch über die Luft.

Inkubationszeit:
4-6 Wochen.

Symptome/Erkrankungsbild:
Die meisten Infektionen mit Mycobacterium tuberculosis führen nicht zu einer Erkrankung. Das Risiko an einer Tuberkulose im Leben zu erkranken, beträgt ca. 5 %. Bei Immunschwäche kann dies jedoch erhöht sein. Infizierte Patienten zeigen Nachtschweiß, Appetitlosigkeit, Husten, Müdigkeit, sowie eine gewisse Antriebsschwäche.

Behandlung:
Antibiotische Behandlung durch den Arzt.

Prophylaxe:
Eine BCG-Impfung ist möglich, hat jedoch für Reisende nur begrenzten Nutzen, kann jedoch in Spezialsituationen für Kinder empfehlenswert sein.

Typhus

Vorkommen:
Weltweites Vorkommen. Die Infektion wird durch verunreinigte Nahrungsmittel oder Wasser übertragen. Muscheln aus abwasserverseuchten Gebieten sind eine große Infektionsquelle. Auch der Genuss von rohem Gemüse und Früchten, welche mit Fäkalien gedüngt wurden, kann zu einer Infektion führen. Fliegen können die Salmonellen auf Lebensmittel übertragen.

Erreger:
Salmonella typhi (Typhusbakterien).

Inkubationszeit:
3-60 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
Es handelt sich um eine Erkrankung unterschiedlicher Ausprägung. Massive Verläufe zeigen Kopfschmerzen, Fieberanstieg, Appetit- und Schlaflosigkeit. Bei Erwachsenen (aber auch größeren Kindern) zeigt sich eher eine Verstopfung als Durchfall. Eine unbehandelte Typhuserkrankung führt zu Vergrößerung der Milz und Leber, verlangsamten Puls, anhaltendem Fieber, sowie Bauchschmerzen. Als Hautausschlag imponieren blasrote Papeln, die auf Druck verschwinden. Bei unbehandelten Fällen entwickeln sich ab der 3. Woche zunehmende Komplikationen, die zum Tode führen. Bis zu 5 % aller Erkrankten werden zu chronischen Krankheitsträgern, da die Typhusbakterien auch nach dem Verschwinden der Symptome in den Gallengängen verbleiben können.

Behandlung:
Antibiotika durch den Arzt, Isolierung des Patienten und Desinfizierung der Kleidung.

Prophylaxe:
Suffiziente Impfung.

Varizellen/Windpocken

Vorkommen:
Weltweit.

Übertragung:
Tröpfcheninfektion.

Inkubationszeit:
7-21 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild:
Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Hautausschlag, Juckreiz am ganzen Körper.

Behandlung:
Symptomatisch.