|
 Länderinfo - Brasilien 1 Gesundheitliche Hinweise 1.1 vorkommende Krankheiten Bilharziose: Vorkommen: Herdförmiges Vorkommen im Norden und Osten, im Mato Grosso und Amazonasbecken Schutz: Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Chagas-Erkrankung: Vorkommen: ländliche Gebiete und Slums im Osten v.a. in Minas Gerais, Rio Grande do sul Schutz: Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist
Cholera: Vorkommen: in den Staaten: Alagoas, Bahia, Paraíba, Pernambuco, Sergipe Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieber: Vorkommen: in der Küstenregion Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Diverse Darminkeftionen: Vorkommen: landesweit, Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariose: Vorkommen: landesweit, lymphatische F.: vereinzelte Herde landesweit Onchozerkose: vereinzelte Herde im Norden Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Kala Azar: Vorkommen: landesweit Übertragung: durch Mücken Schutz: Verwendung von hautbedeckender Kleidung, Verwendung von Insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniase: Vorkommen: landesweit, besonders an der Küste Übertragung: durch Mücken Schutz: Verwendung von hautbedeckender Kleidung. Verwendung von Insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Meningokokken-Meningitis: Vorkommen: vor allem in den Slums der östlichen Großstädte Schutz: Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
Pest: Vorkommen: Nordosten in Bahia (in den Provinzen: Biritinga, Candeal, Central, Conceicao, Feira de Santana, Iraquara, Irece, Itaberaba, Jussara, Retirolandia, Riachao do Jacuipe,senhor do Bonfim, Serrinha, Teofilandia) und Paraiba (in den Provinzen: Araba, Barra de S. Rosa, Cubati, Olivedos, Queimadas, Remingio, Solanea). Schutz: Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten.
Tollwut: Vorkommen: landesweit Übertragung: streunende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) Schutz: Impfung, Fernhalten von den oben genannten Tieren 1.2 Impfvorschriften Gelbfieber: Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (ab dem 9. Lebensmonat), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Dies ist nicht nötig, wenn eine schriftliche Befreiung von der Impfpflicht aus medizinischen Gründen vorgewiesen werden kann. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten in Afrika (Angola, Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Liberia, Nigeria, Sierra Leone und Sudan) und in Lateinamerika (Bolivien, Kolumbien, Ecuador und Peru). Brasilien gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (Amapa (Macapá), Amazonas (Boca do Acre, Careiro, Manacapurú, Nova Airao, Itacoatira, Pres. Figueiredo), Bahia (Coribe), Goiás (Alta Paraíso, Amaralina, Avelinópolis, Bonópolis de Goiás, Cavalcante, Corumbaíba, Doverlandia, Flores de Goiás, Goías Velho, Itaguaru, Jaraguá, Jussara, Mara Rosa, Mimoso de Goiás, Minacu, Niquelandia, Nova Roma, Novo Bresil, Padre Bernando, Planaltina, de Goiás, Santa Fé de Goiás, Sao Joao da Alianca, Terezina de Goiás, Uruacú, Uruana, Vila Propicio), Maranhao (Barra do Corda, Mirador), Mato Grosso (Barro do Garca, Campinapolis, Diamantino, Marcolandia, Nobre, Nova Canaà do Norte, Nova Guarita, Nova Mutum, Peixoto de Azevedo), Minas Gerais (Bom Despacho, Conceicao do Parà, Leandro Ferreira, Luz, Martinho Campos, Planura, Natalàndia, Nova Serrana, Sao Gotardo, Santo Antonio do Monte), Pará (Afuá, Agua Azul do Norte, Bannach, Breves, Conceicao do Araguaia, Floresta, Gurupá, Itaituba, Obidos, Rendencao, Santa Maria da Barreira, Sao Felix do Xingú, Tucumá), Roraima (Alto Alegre, Cantá, Mucajaí, Uiramuta), Sao Paolo (Ouroeste, Santa Albertina), Tocantins (Almas, Arraias, Ananas, Aurora do Tocantins, Campos Lindos, Figueirópolis, Guarai, Parana, Pedro Affonso, Recursolandia)Rondoniaund Mato Grosso do Sul
Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung bei Reisen in Gelbfieber-Infektionsgebiete.
Zusätzliche Impfempfehlungen:
Hepatitis A: (Risikogruppen)
Tollwut: (Risikogruppen: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen oder erhöhter Infektionsgefahr durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen. Kinder gelten als besonders gefährdet.
Typhus: (Risikogruppen: Reisende in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasser- versorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). 1.3 Gesundheitsvorsorge Die ärztliche Versorgung in den Großstädten Südbrasiliens sowie den wichtigsten Touristenzentren ist im Allgemeinen befriedigend bis gut. Im Landesinneren, besonders im Nordosten und im Amazonas-raum, entspricht sie hingegen nicht europäischen Maßstäben. Die Kosten für ärztliche Behandlungen und Krankenhausaufenthalte sind z. T. erheblich höher als in Deutschland. HIV/Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Risiko bergen. Die Gefahr von Magen- und Darminfektionen kann durch Beachtung folgender Vorsichtsmaßregeln reduziert werden: Nur abgekochtes Wasser oder Mineralwasser trinken. Leitungswasser ist kein Trinkwasser! Vorsicht bei Eiswürfeln! Rohe Salate und Meeresfrüchte sowie nicht industriell hergestelltes Speiseeis sollten vermieden werden. Obst kann nach Schälen oder Überbrühen mit kochendem Wasser genossen werden. Gekochte und gut durchgebratene Speisen sind unbedenklich. Der Besuch öffentlicher Schwimmbäder sollte unterlassen werden.
Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
1.4 Infektionskrankheiten Ansteckung durch verunreinigte Nahrungsmittel, Trinkwasser, Hände, ungenügend gegarte oder kalte Speisen, nicht pasteurisierte Milch u. a.: Hepatitis A (s. Impfplan) bakterielle, virale, parasitäre Magen-Darm-Infektionen Fuchs- und Hundebandwurminfektionen möglich (v. a. im Süden)
Ansteckung durch Insekten (Übertragung häufig in Regenzeiten) Malaria (nachtaktive Stechmücken, Anopheles), kein bis hohes Risiko, abhängig von Region und Jahreszeit Denguefieber (tag- und nachtaktive Stechmücken: Aedesarten) Gelbfieber (tag- und nachtaktive Stechmücken: Aedesarten) v. a. im Amazonasgebiet einschl. des Marajo Archipels im Mündungsdelta, Zentralregion Goias (nördl. von Brasilia). Weiterhin in den Staaten Acre, Amapa, Maranhao, Mato Grosso do Sul, Rara, Roraima, Rondonia, Tocantis und best. Reg. von Minas Gerais, Parana (mit Iguacu-Fällen), Sao Paulo, Santa Catarina, Rio Grande do Sul selten bei Reisenden: Leishmaniase (sehr kleine Sandmücken), Filariosen (Wurmerkrankungen, tag- und nachtaktive Mücken) und spezielle, z. T. sehr seltene Infektionen
Ansteckung durch Zecken (u. a. Spinnentiere) sehr selten bei Reisenden weitere Erkrankungen
Ansteckung durch sexuelle Kontakte: Übertragung von Viren (Hepatitis B, HIV u. a.), Bakterien, Pilzen u. v. a. möglich
Ansteckung durch mangelnde Hygiene bei medizinischen Eingriffen Übertragung von Viren (Hepatitis B, HIV u. a.) oder Bakterien u. a. möglich
Ansteckung durch engen Kontakt mit Erkrankten: Tröpfcheninfektion: Grippe (Influenza, saisonal) u. a. sehr seltene Erkrankungen
Ansteckung durch Hautkontakt: Baden in Süßwasser: Wurmerkrankung (Bilharziose / Schistosomiasis, herdförmig im Norden und Osten, möglich auch im Mato Grosso und Amazonasbecken) und bakterielle Infektionen Barfußlaufen auf verschmutztem Boden: Hakenwurminfektion verschmutzte Wunden: Tetanus 1.5 Risiken Malaria Hohes Risiko: ganzjährig in den Provinzen Amapa, Rondônia, Roraima (Erregertyp: P. falciparum ca. 25 %, in Bergbau-, Minen- u. Holzabbaugebieten > 50%)
Risiko: übrige Gebiete des Amazonasbeckens (unter 900 m)
Malariafrei: Ostküste, Iguazu und Städte außerhalb des Amazonasbeckens
Tollwut: Risiko: streunende Hunde und Wildtiere
Sehr selten: Bisse durch Gifttiere
Eine Versorgung nach Tierbissen ist nicht überall gewährleistet. Übertragung durch Nagetiere: Hanta-Virus Infektionen (Risiko für Reisende gering) 2 allgemeine Hinweise 2.1 Reiseapotheke Vergessen Sie nicht eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit Sie für kleinere Notfälle gerüstet sind.
Vergessen Sie bitte auch nicht Medikamente mitzunehmen, die Sie sowieso ständig einnehmen müssen.
Wir empfehlen Ihnen für Ihre bevorstehende Reise eine optimal abgestimmte Reiseapotheke aus unserem Shop. 2.2 Reiseversicherung Zum Abschluss einer Reisekrankenversicherung wird dringend geraten 2.3 Botschaftsanschriften Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Brasilien: Embaixada da República Federal da Alemanha Avenida das Nações, Lote 25, Quadra 807, 70415-900 Brasilia DF. Postanschrift: Caixa Postal 030, 70415-900 Brasilia DF, Brasilien Tel: +55 61 / 4 42 70 00 Fax: +55 61 / 4 43 75 08 e-mail: info.brasilia@alemanha.com.br Internet: www.brasilia.diplo.de
Botschaft der Föderativen Republik Brasilien: Wallstraße 57 10179 Berlin Tel.: 030 / 72 62 80 Fax: 030 / 72 62 83 20 (-21) e-mail: brasil@brasemberlin.de Internet: www.brasilianische-botschaft.de
Vertretung von Österreich in Brasilien: Embaixada da Austria Avenida das Naçoes, Quadra 811, Lote 40 70426-900 Brasilia -DF / Brasilien Tel: +55 / 61 / 443 31 11, -443 34 21 Fax: +55/61/ 443 3098 e-mail: brasilia-ob@bmaa.gv.at
Vertretung der Schweiz in Brasilien: Embaixada da Suiça SES, Avenida das Naçoes, Lote 41 70448-900 Brasilia -DF / Brasilien Tel: +55 / 61 / 443 55 00, -443 39 22(-34, -69) Fax: +55 / 61 / 443 57 11 e-mail: vertretung@bra.rep.admin.ch Internet: www.eda.admin.ch/brasilia
Fremdenverkehrsamt: Bahiatursa Deutschland Repräsentanz Bierstadter Straße 5 65189 Wiesbaden Tel.: 0611 / 30 00 15 Fax: 0611 / 37 35 57 e-mail: hjbusch@arcormail.de 2.4 Währungsrechner Für weitere Informationen benutzen Sie bitte folgenden Link2.5 kleiner Sprachführer Für weitere Informationen benutzen Sie bitte folgenden Link
|
|