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 Länderinfo - Bolivien 1 Gesundheitliche Hinweise 1.1 vorkommende Krankheiten Chagas-Erkrankung: Vorkommen: in der südlichen Hälfte und im Zentrum Schutz: Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist
Cholera: Vorkommen: Departments Beni, Chuquisaca, Cochabamba, El Alto, La Paz, Oruro, Potosi, Riberalta, Santa Cruz, Tarija, Tupiza Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieber: Vorkommen: landesweit Schutz: Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Diverse Darminkeftionen: Vorkommen: landesweit, Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Schutz: Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Kala Azar: Vorkommen: einzelne Herde im La Paz Ta Übertragung: durch Mücken Schutz: Verwendung von hautbedeckender Kleidung, Verwendung von Insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniase: Vorkommen: landesweit Übertragung: durch Mücken Schutz: Verwendung von hautbedeckender Kleidung. Verwendung von Insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Pest: Vorkommen: in der südlichen Hälfte von La Paz (Provinzen: Franz Tamayo, Sud Yungas, Valle Grande). Schutz: Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten.
Tollwut: Vorkommen: landesweit Übertragung: streunende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) Schutz: Impfung, Fernhalten von den oben genannten Tieren
1.2 Impfvorschriften Gelbfieber: Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden, die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen Gelbfieber- Verbreitungsgebiete. Bolivien gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten: Department Beni (Prov. Ballivian, Itenez), Dept. Cochabamba (Prov. Ayopayo, Carrasco, Chapare), Dept. La Paz (Prov. Lacrecaja, Murillo, Nor Yungas, Quinuni, Sud Yungas), Dept. Santa Cruz (Prov. Andres Ibanes, Cordillera, Florida, Guitierres, Ichilo, La Guardia, Nuflo de Chavez, Vallegrande, Velasco) ). Daher empfiehlt die WHO nachdrücklich unabhängig von den Landesvorschriften die Impfung bei Reisen in Gelbfieber-Infektionsgebiete.
Zusätzliche Impfempfehlungen:
Hepatitis A: (Risikogruppen)
Tollwut: (Risikogruppen: Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen oder erhöhter Infektionsgefahr durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen. Kinder gelten als besonders gefährdet.
Typhus: (Risikogruppen: Reisende in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasser- versorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
Hinweis:
Welche Impfungen vorzunehmen sind, hängt vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand und dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden ab.
Im Einzelfall sind unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich deshalb immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen. 1.3 Gesundheitsvorsorge Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr, insbesondere für diverse Darminfektionen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser- Hygiene sollte unbedingt stets durchgeführt werden. Medizinische Versorgung für Touristen ist in Privatkliniken gegen Barzahlung möglich.
Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
1.4 Infektionskrankheiten Ansteckung durch verunreinigte Nahrungsmittel, Trinkwasser, Hände, ungenügend gegarte oder kalte Speisen, nicht pasteurisierte Milch u. a.: Hepatitis A (s. Impfplan) bakterielle, virale, parasitäre Magen-Darm-Infektionen
Ansteckung durch Insekten (vorwiegend in Jahreszeiten mit starken Niederschlägen): Malaria (nachtaktive Stechmücken, Anopheles), unterschiedliche Risikoregionen s. u. Denguefieber (grippeartig, tag- und nachtaktive Stechmücken: Aedesarten) Gelbfieber (tag- und nachtaktive Stechmücken: Aedesarten) v. a. in den Gebieten Beni, Cochabamba, Santa Cruz und den subtropischen Regionen von La Paz selten bei Reisenden: Leishmaniase (sehr kleine Sandmücken) und spezielle, z. T. sehr seltene Infektionen
Ansteckung durch Spinnentiere (Zecken, Milben u. a.): bei Reisenden sehr seltene Erkrankungen
Ansteckung durch sexuelle Kontakte: Übertragung von Viren (Hepatitis B, HIV u. a.), Bakterien, Pilzen u. v. a. möglich
Ansteckung bei mangelnder Hygiene bei medizinischen Eingriffen: Übertragung von Viren (Hepatitis B, HIV u. a.) oder Bakterien u. a. möglich
Ansteckung durch engen Kontakt mit Erkrankten: Tröpfcheninfektion: Grippe (Influenza, saisonal) u. a. sehr seltene Erkrankungen
Ansteckung durch Hautkontakt: verschmutzte Wunden: Tetanus
1.5 Risiken Malaria
Risiko: Ganzes Land unter 2.500 m Höhe (außerhalb der Städte und Oruro und Potosi), ganzjährig. (Erregertyp: vorwiegend P. vivax - P. falciparum 20 % in nördl. Prov. Pando und Beni, spez. in Guayaramerin, Riberalta und Puerto Rico; Chloroquinresistenz)
Geringes Risiko: In Cochabamba und Churquisaca
Malariafrei: Städte, Provinz Oruro und Potosi im Südwesten
Empfehlung der Deutschen Tropenmedizinischen Gesellschaft: Mückenschutz und bei Risiko Medikament für den Notfall mitnehmen
Tollwut: Risiko streunende Hunde und Wildtiere Sehr selten: Bisse durch Gifttiere Eine Versorgung nach Tierbissen ist nicht überall gewährleistet 2 allgemeine Hinweise 2.1 Reiseapotheke Vergessen Sie nicht eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit Sie für kleinere Notfälle gerüstet sind.
Vergessen Sie bitte auch nicht Medikamente mitzunehmen, die Sie sowieso ständig einnehmen müssen.
Wir empfehlen Ihnen für Ihre bevorstehende Reise eine optimal abgestimmte Reiseapotheke aus unserem Shop. 2.2 Reiseversicherung Zum Abschluss einer Reisekrankenversicherung wird dringend geraten 2.3 Botschaftsanschriften Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Bolivien: Embajada de la República Federal de Alemania Av. Arce 2395, La Paz , Bolivien Tel.: +5 91 / 2 / 244 00 66, 244 11 66, Fax: +5 91 / 2 / 244 14 41 e-mail: info@embajada-alemana-bolivia.org Internet: www.embajada-alemana-bolivia.org
Botschaft der Republik Bolivien: Wichmannstraße 6 10787 Berlin Tel.: 030 / 26 39 15 0 Fax: 030 / 26 39 15 15 e-mail: embajada.bolivia@berlin.de Internet: www.bolivia.de
Vertretung von Österreich (zuständig Lima/Peru): Embajada de Austria Edificio "De las Naciones", Avenida Republica de Colombia / ex Avenida Central 643, piso 5, San Isidro, Lima 27 Postanschrift: Apartado 853, Lima 100 Tel.: +51 / 1 / 442 05 03, (442 18 07), (4220343) Fax: +51 / 1 / 442 88 51 e-mail: lima-ob@bmaa.gv.at
Honorargeneralkonsulat von Österreich in Bolivien( mit Passbefugnis): Calle Montevideo 130, Edificio Requima, Piso 6, La Paz Bolivien Postanschrift: Casilla 270, La Paz Tel.: +591 /2/ 244 20 94 (-75) Tel: +591 /2/ 211 65 09 Fax: +591 / 2 / 244 20 35 e-mail: austroko@acelerate.com
Vertretung der Schweiz in Bolivien: Embajada de Suiza Calle 13, No. 455 Esquina 14 de Septiembre Obrajes, La Paz, Bolivien Tel: +591 / 22 75 12 25 Fax: +591 / 22 14 08 85 Postadresse:Embajada de Suiza Casilla 9356 , La Paz e-mail: vertretung@paz.rep.admin.ch Internet: www.eda.admin.ch/lapaz
Fremdenverkehrsamt: Tourismus-Abt. der Botschaft von Bolivien Wichmannstraße 6 10787 Berlin Tel.: 030 / 26 39 15-0 Fax: 030 / 26 39 15-15 Internet: www.boliviaweb.com 2.4 Währungsrechner Für weitere Informationen benutzen Sie bitte folgenden Link2.5 kleiner Sprachführer Für weitere Informationen benutzen Sie bitte folgenden Link
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