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- K -

Keuchhusten (Pertussis)

Vorkommen
Weltweit, 90 % sämtlicher Erkrankungen treten in den Entwicklungsländern auf.

Erreger
Bordatella pertussis.

Symptome/Erkrankungsbild
Keuchhusten ist eine bakterielle, höchst ansteckende Erkrankung der Atemwege durch Bordatella pertussis. Die Infektion erfolgt durch direkten Kontakt mit den Bakterien, die aus den Atemwegen erkrankter Personen ausgeschieden werden und sich über die Luft übertragen. Infizierte Personen haben einen massiven Husten über Wochen mit einem typischen Keuchen. Häufig Erbrechen mit Zyanose (bläuliche Verfärbung der Haut). Bei Kleinkindern können sich Apnoe-Anfälle (Atemaussetzer) zeigen, Husten kann teilweise völlig ausbleiben. Die meisten Todesfälle treten bei kleinen Kindern in Entwicklungsländern auf.

Prophylaxe
Wirksame Impfungen stehen zur Verfügung. In der Regel wird eine Kombinationsimpfung mit Diphtherie und Tetanus-Toxoid verabreicht. Drei Impfungen werden für ein Grundimmunisierung benötigt.

 

 

- L -

Legionellen

Vorkommen
Weltweit.

Erreger
Legionella-Bakterien.

Übertragung
Infektion erfolgt durch Inhalation von verunreinigten Wasserdämpfen. Die Legionella-Bakterien leben im Wasser und besiedeln Wassersysteme mit Temperaturen zwischen 20° C; und
55° C; (Klimaanlagen, Wasserbehälter).

Symptome/Erkrankungsbild
Bakterielle Pneumonie (Lungenentzündung) mit Kopf- Muskelschmerzen, Unwohlsein, Abgeschlagenheit und schnellem Fieberanstieg. Weiterhin das sog. Pontiac-Fieber mit grippeähnlichen Symptomen, wobei eine spontane Genesung zwischen zwei und fünf Tagen auftritt.

Prophylaxe
Keine (regelmäßige Reinigung entsprechender Wassersysteme erforderlich).



Leishmaniase

Vorkommen
In tropischen und subtropischen Gebieten, teilweise in Südeuropa und im östlicher Mittelmeerraum.

Erreger
Leishmania (Parasit).

Übertragung
Stiche weiblicher Sandmücken bewirken die Infektion. Weiterhin ist eine Ansteckung von Mensch zu Mensch über Kontakt mit infizierten Spritzen möglich.

Symptome/Erkrankungsbild
Zwei unterschiedliche Formen sind bekannt:
Haut- und Schleimhaut-Leishmaniase, die sog. Orientbeule (chronische Geschwüre der Schleimhaut; die cutane Leishmaniase führt zu Entstellungen), sowie die viszerale Leishmaniase (Kala Azar) - Befall von Knochenmark, Lymphknoten, Leber und Milz, sowie innerer Organe.

Prophylaxe
Keine; Sandmückenstiche vermeiden, besonders nach Sonnenuntergang) Hier sollten suffiziente Repellents gegen Insekten eingesetzt werden. Wichtig sind auch imprägnierte Moskitonetze.



Leptospirose

Vorkommen
Weltweit.

Erreger
Spirochäten (Gattung Leptospira).

Übertragung
Kontakt von Haut- oder Schleimhaut mit Wasser, das mit Urin infizierter Tiere kontaminiert ist.

Symptome/Erkrankungsbild
Plötzlich einsetzende Fieber, Frösteln, Muskel- Kopfschmerzen, teilweise Meningitis, Gelbsucht sowie Nieren- und Leberversagen.

Prophylaxe
Keine (bei entsprechender beruflicher Exposition und entsprechendem Risiko Impfung möglich. Wichtig ist potenziell verunreinigtes Gewässer zu meiden).



Lyme-Borreliose

Vorkommen
Asien, Zentral- und Osteuropa, teilweise USA.

Erreger
Spirochäten (Borrelia burgdorferi).

Übertragung
Infektion erfolgt durch den Biss infizierter Zecken.

Symptome/Erkrankungsbild
Üblicherweise Erkrankung im Sommer. Der Hautbiss zeigt im frühen Stadium eine sich vergrößernde Ringform, Fieber, Frösteln, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen sind Begleiterscheinungen. Spätschäden am Zentralnervensystem können folgen. Eine Spätarthritis ist möglich.

Prophylaxe
Eine in den USA erhältliche Impfung bietet Schutz vor bestimmten Serotypen. Wichtig ist das Meiden von Zecken in verseuchten Gebieten.



Listeriose

Vorkommen
Weltweit.

Erreger
Listeria-monocytogenes-Bakterien.

Übertragung
Verzehr verunreinigter Lebensmittel, Rohmilch, Fleischerzeugnisse.

Symptome/Erkrankungsbild
Häufig eine Meningoenzephalitis.

Prophylaxe
Keine (Vermeiden von Rohmilch und Milchprodukten).

 

 

- M -

Malaria

Vorkommen
Tropische und subtropische Länder (s. Malariakarte mit Verlinkung). Malaria ist eine lebensgefährliche und in den vorkommenden Ländern eine weitverbreitete Erkrankung. Das Verbreitungsrisiko ist abhängig von der Jahreszeit, am höchsten ist die Verbreitung am Ende der Regenzeit. Keine Malariagefahr besteht in Südostasien, in vielen Touristengebieten, sowie in der Karibik und Lateinamerika.

Erreger
Malaria kann durch verschiedene Spezies des Parasiten Plasmodium verursacht werden:
Plasmodium malariae, Plasmodium ovale, Plasmodium vivax und Plasmodium falciparum.

Übertragung:
Durch den Stich verschiedener Anopheles-Moskitos wird der Malariaparasit übertragen. Die Anopheles-Moskitos stechen überwiegend von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.

Inkubationszeit
7 Tage. Generell kann im Expositionsgebiet nach Fieberausbrüchen am 7. Tag von einer Malaria ausgegangen werden.

Symptome/Erkrankungsbild
Als Symptome zeigen sich Kopf-Rückenschmerzen, Frösteln, Fieber sowie rhythmische Fieberschübe alle 48 bzw. 72 Stunden, seltener auch unregelmäßig. Plasmodium falciparum löst die gefährlichste Form der Malaria aus. Bei maximaler Ausprägung der Erkrankung treten Muskelschmerzen, Erbrechen, Husten, abdominale Schmerzen, sowie Durchfall auf. Weiterhin können Organausfälle hinzutreten (Nierenversagen, zentrale Krämpfe). Todesfolge ist möglich.
Extrem wichtig ist es, dass eine Malaria tropica bei ungeklärtem Fieber, welches am 7. Tag nach einem möglichen Moskitostich auftritt, abgeklärt wird.

Behandlung:

Eine frühzeitige Behandlung kann lebensrettend sein. Sind bei vorliegenden Symptomen in den ersten Blutproben keine Parasiten zu erkennen, müssen weitere Blutproben im Sechs-Stunden-Zyklus untersucht werden. Eine Erkrankung mit einer anderen Plasmodium-Spezies verläuft nur in den seltensten Fällen lebensbedrohlich. Die Behandlung erfolgt mit bewährten Malariamitteln (Chloroquin, Chinin, Halofantrin, und Mefloquin) (Liste Verlinkung).

Prophylaxe
Chemo-Prophylaxe nach Empfehlung des erfahrenen Arztes (einen absolut sicheren Schutz bietet keine Malariaprophylaxe).
Wichtig ist es jedoch, dass alle prophylaktischen Mittel regelmäßig über die gesamte Dauer des Reiseaufenthaltes und unbedingt bis vier Wochen nach dem letztmöglichen Erregerkontakt eingenommen werden.



Masern

Vorkommen
Weltweit (überwiegend in tropischen Ländern).

Übertragung
Tröpfcheninfektion.

Inkubationszeit
9-12 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild
Masern sind eine hoch ansteckende Erkrankung. Typisch sind roter Hautausschlag, Fieber, Schnupfen, Lichtscheue, aufgedunsenes Gesicht, starker Husten, Glieder-, Kopf- und Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit. In gemäßigten Zonen steigt die Erkrankung im Winter und im Frühjahr an. In den Tropen nach der Regenzeit.

Behandlung
Symptombezogen.

Prophylaxe
Impfung dringend empfohlen. Reisende ohne vollständigen Masernimpfschutz sind bei Reisen in unterentwickelte Länder einem Risiko ausgesetzt. Eine ausgestandene Infektion führt zu einer lebenslangen Immunisierung.



Meningokokken-Meningitis

Vorkommen
Weltweit, sporadische Fälle.

Erreger
Neisseria meningitis-Bakterien.

Übertragung
Direktkontakt mit infizierten Personen durch Tröpfcheninfektion.

Symptome/Erkrankungsbild
Sehr viele Infizierte werden zu symptomlosen Trägern des Bakteriums und dienen als Ansteckungsquelle für andere Personen. Gekennzeichnet ist eine Meningokokken-Meningitis durch plötzliches Auftreten starker Kopfschmerzen, Übelkeit, Nackensteifigkeit, Erbrechen und Fieber. Die Krankheit kann in ca. 5% der Fälle tödlich enden. Bleibende neurologische Folgeschädigungen sind möglich.

Prophylaxe
Impfungen für Neisseria Meningititis der Typen A, C, Y und W-135 stehen zur Verfügung.



Mumps

Vorkommen
Weltweit.

Übertragung
Tröpfcheninfektion.

Inkubationszeit
17-21 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild
Fieber, Reizhusten, Rhinitis (Schnupfen), später geschwollene Lymphknoten, Hautausschlag, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, selten Herzmuskelentzündung, Hirnhautentzündung, Hodenentzündung.

Behandlung
Symptomatisch.

Prophylaxe
Impfung wird empfohlen.

 

 

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