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- F -

Filariose

Vorkommen
Afrika, Teile Südostasiens, Südamerika

Erreger
Rundwürmer (Nematoden).

Übertragung
Durch Stiche infizierter Moskitos, die beim Blutsaugen Larvenformen der Nematoden übertragen.

Symptome/Erkrankungsbild
Fieber, Lymphknotenschwellungen, sowie als Onchozerkose auftretende Knötchen unter der Haut, die durch ausgewachsene Würmer verursacht werden. Die sog. Mikrofilarien wandern durch die Haut und können die Augen erreichen, wobei sie eine Blindheit verursachen können.

Prophylaxe
Keine (Schützen vor Moskitostichen und Kriebelmücken).


Fleckfieber

Vorkommen
In den kälteren Regionen von Zentral- und Westafrika sowie Südamerika und Asien. Fleckfieber tritt ausschließlich bei schlechten Hygieneverhältnissen und einer gewissen Bevölkerungsballung auf.

Erreger
Rickettsia Prowazekii.

Übertragung
Durch die menschliche Körperlaus.

Symptome/Erkrankungsbild
Plötzliche Kopfschmerzen mit Frösteln, hohem Fieber, Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit und Husten. Nach etwa 6 Tagen fleckiger Hautausschlag ,der sich unter Aussparung des Gesichtes und der Handflächen auf den Rest des Körpers ausbreitet. Unbehandelt liegt eine Sterberate von 40 % vor.

Prophylaxe
Keine, (ausreichende Körperhygiene in Risikogebieten erforderlich).


SME-Enzephalitis (Zecken)


Vorkommen
Ausgewiesene Risikogebiete in Teilen Europas, den baltischen Staaten sowie der Russischen Föderation. In Deutschland überwiegend in Bayern und Baden-Württemberg.
Die FSME kommt hauptsächlich in den Sommermonaten in ländlichen Gebieten zu Ausbruch bis zu einer Höhe von ca. 900 m.

Übertragung
FSME wird durch den Biss infizierter Zecken übertragen.

Inkubationszeit
5-14 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild
Erkrankung zeigt sich grippeähnlichen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber, Schnupfen). Die Zecken-
enzephalitis entwickelt sich bei einer 2. Phase und kann zu Dauerschädigungen/Lähmungen und auch zum Tode führen.

Behandlung
Antikörper innerhalb von 96 Stunden nach der Infektion.

Prophylaxe
Impfung gegen FSME.
 

 

- G -

Gelbfieber

Vorkommen
In Gebieten Afrikas, Süd- sowie Zentralamerikas. In einigen Ländern wird das Risiko einer Einschleppung des Gelbfieber-Virus für realistisch angesehen, weshalb eine entsprechende Gelbfieber-Impfung gefordert wird. In Asien wurde bisher noch nicht über Gelbfiebererkrankungen berichtet.

Erreger
Gelbfieber-Virus (Arbo-Virus).

Übertragung
Gelbfieber wird durch Stiche infizierter Aedes-aegypti-Moskitos übertragen; eine Übertragung ist jedoch auch durch andere Mücken in südamerikanischen Wäldern möglich. Die Aedes-aegypti-Moskitos stechen während der Tageszeit bis zu einer Höhe von ca. 2600 m. Infiziert werden Menschen und Affen.

Inkubationszeit
3-4 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild
2-phasige Erkrankung mit anfänglich Muskelschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen, Brechreiz mit Appetitlosigkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen kommt es bei ca. 10 % der befallenen Patienten zum Wiederauftreten des Fiebers mit Gelbsucht, Erbrechen, abdominalen Beschwerden. Die Hälfte dieser Patientengruppe stirbt ca. 10 Tage nach Krankheitsbeginn.

Prophylaxe
dringend Gelbfieber-Impfung empfohlen. Möglichst Moskitostiche vermeiden.


Giardiasis

Vorkommen
Weltweit.

Erreger
Giardia lamblia (Parasit).

Übertragung
Orale Aufnahme von Giardiazysten aus dem Wasser, welches durch Fäkalien infizierter Tiere oder Menschen verunreinigt wurde.

Symptome/Erkrankungsbild
Meistens treten keine Symptome auf; bei Erkrankungsausprägung häufig Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfe, Durchfall, Blähungen, sowie dünner schmieriger Stuhlgang.

Prophylaxe
Keine (Badegewässer meiden, die auch von freilebenden Tieren genutzt werden; Baden in Swimmingpools ohne filtriertes Wasser vermeiden).

 

 

- H -

Hämorrhagisches Fieber

Hierunter fallen verschiedene Virusinfektionen, z.B. Ebola, Lassa-Fieber, Krim-Kongo-Fieber, Rift-Valley-Fieber.

Vorkommen
Tropische und subtropische Regionen.

Erreger
Meist wird das Fieber durch Viren der Flavo-Gruppe verursacht.

Übertragung
Übertragung durch Moskitos. Das Krim-Kongo-Fieber wird durch Zecken übertragen, beim Lassa-Fieber sind Nagetiere als Virusträger bekannt.

Symptome/Erkrankungsbild
Schwere, akut verlaufende virale Infektionen mit massivsten Fieberausbrüchen, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Muskelschmerzen mit Durchfall und Erbrechen. Über 50 % der Befallenen sterben.

Prophylaxe
Keine (Stiche von Moskitos und Zecken meiden, sowie Kontakte mit Nagetieren).



Hepatitis A

Vorkommen
Weltweit, überwiegend in Entwicklungsländern wo die Hygieneverhältnisse schlecht und Trinkwasserkontrollen mangelhaft sind.

Erreger
Hepatitis A-Virus (Picorna-Virus).

Übertragung
Durch kontaminiertes Wasser oder Nahrungsmittel. Weiterhin durch Blut- bzw. Sexualkontakt (selten).

Inkubationszeit
12-50 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild
Die akute Hepatits A tritt mit plötzlichem Fieber, Brechreiz, sowie abdominalen Beschwerden auf, später folgt eine Gelbsucht. Dunkelfärbung des Urins, Gelbfärbung von Haut und Augen.

Prophylaxe
Impfung dringend empfohlen.



Hepatitis B

Vorkommen
Weltweit

Erreger
Hepatitis B-Virus (HBV).

Übertragung
Hepatitis B wird von Mensch zu Mensch durch Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten übertragen. Bluttransfusionen, Kontakt mit infiziertem Blut, aber auch Sexualkontakt sind Infektionsquellen. Selten ist eine Ansteckung durch Akupunktur, Tätowierungen bzw. Piercen.

Inkubationszeit
30-180 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild
Eine große Anzahl HBV-Infektionen zeigt nur geringe Symptome, häufig werden sie beim Erwachsenen nicht bemerkt. Bei klinischer Ausprägung tritt häufig Brechreiz, Erbrechen sowie ein Appetitmangel auf. Gelenkschmerzen und Hautausschlag sind häufig. Gelbsucht tritt in manchen Fällen auf. Bei schweren Verläufen entwickelt sich eine chronische Leberentzündung (auch Leberzirrhose und Leberkrebs möglich).

Prophylaxe
Impfung dringend empfohlen.



HIV-Aids, sowie weitere sexuell übertragbare Infektionen

Vorkommen
Weltweit

Übertragung
Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. HIV, Syphilis und Hepatitis B können auch durch verunreinigtes Blut/Blutprodukte, sowie durch verschmutze Injektionsnadeln übertragen werden.

Symptome/Erkrankungsbild
Harnröhren- und Vaginalbeschwerden, Geschwüre im Genitalbereich. Eine rechtzeitige Diagnose, sowie eine optimale Behandlung sind bei sexuell übertragbaren Infektionen anzustreben.

Prophylaxe
Bei Gonorrhöe, Syphilis, sowie Trichomoniasis gibt es ausreichend gute Medikamente. Wichtig sind in diesem Zusammenhang gute Männer- und Frauenkondome die einen guten Schutz vor der Ansteckung mit HIV oder anderen Geschlechtserkrankungen bieten. Sexuell übertragbare Virusinfektionen sind schwierig zu behandeln (Genitalwarzen, sowie Genitalherpes). Trotz guter Therapiefortschritte führt die HIV-Infektion im Spätstadium zu Aids, was derzeit unheilbar ist.

 

 

- I -

Influenza

Vorkommen
Weltweite Verbreitung, in Europa tritt sie saisonal im Winter auf. Die südliche Hemisphäre wird überwiegend von April bis September befallen. In tropischen Gebieten kann die Influenza zu jeder Jahreszeit auftreten.

Erreger
Influenza-Viren (Typ A, B, C). A-Viren sorgen für die meisten Influenza-Epedemien. Die Influenza-Viren wechseln ihre Antigen-Charakteristik, so dass spezifische Impfstoffe jedes Jahr angepasst werden müssen.

Inkubationszeit
1-3 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild
Atemwegsinfektionen mit unterschiedlicher Ausprägung von symptomlos bis zum tödlichen Verlauf. Anfänglich schnell einsetzendes Fieber, Halsschmerzen, Husten, Frösteln, häufig mit Fieber, Schnupfen, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen.

Prophylaxe
Impfungen zu Beginn einer Influenzawelle besonders empfohlen. Für Reisende, die nicht geimpft werden können, ist der Gebrauch von entsprechenden Virostatika angezeigt.

 

 

- J -

Japan-Enzephalitis

Vorkommen
Die japanische Enzephalitis tritt in asiatischen Ländern, sowie im Norden von Queensland/Australien auf.

Erreger
Japanisches Enzephalitis-Virus, gehört zur Gruppe der Flaviviren.

Symptome/Erkrankungsbild
Es treten verschiedene Schweregrade auf, von asymptomatischen Infektionen bis zu extrem schweren Fällen. Bei milden Formen zeigen sich febrile Kopfschmerzen, bei schweren Formen hohes Fieber mit Meningitiszeichen, dauerhaft bleibende, neurologische Schädigungen sind bei Überlebenden häufig. Die Hälfte der schwersten Fälle enden tödlich.

Prophylaxe
Impfung bei entsprechender realistischer Exposition. Moskitostiche sollten in Expositionsgebieten dringend gemieden werden.

 

 

 

 

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