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Bewusstlosigkeit
Zur Ohnmacht kann es durch vorübergehende Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff kommen, z. B. bei Menschenansammlungen, schlechter Luft oder langem Stehen.

Eine kurz- oder langdauernde Bewusstlosigkeit kann ausgelöst werden durch

•  Sauerstoffmangel
•  Gewalteinwirkung auf den Kopf
•  Witterungsbedingte Einwirkung
•  Hirnbedingte Krampfanfälle

Erkennen
Der Bewusstlose ist für längere Zeit nicht ansprechbar.


Maßnahmen

Feststellen der Atmung
Bei vorhandener Atmung: Herstellen der Seitenlage
Bei Atemstillstand: Atemspende
Wiederholt Atmung und Puls kontrollieren
Bei Atemstillstand: Atemspende

•  Notruf

Feststellen der Atmung

•  An der Seite des Verletzten knien, etwa in Höhe der Hüfte
•  Ausführung wie Bild 1.1

Beide Hände spüren bei vorhandener Atmung das Heben und Senken des Brustkorbes und des Oberbauches.

[Bild 1.1]
1.1


Seitenlagerung

•  Beginn wie Bild 1.2, dabei nahen Arm soweit wie möglich gestreckt unter den Körper des Betroffenen schieben

[Bild 1.1]
1.2


•  Fuß des nahen Beines an das Gesäß stellen (Bild 1.3)

[Bild 1.2]
1.3

•  Schulter und Hüftgegend der fernen Seite fassen (Bild 1.4)
•  Bewusstlosen behutsam zu sich herüberziehen
•  Mit dem Bein stützen

[Bild 1.3]
1.4

•  Den unter dem Körper liegenden Arm behutsam am Ellenbogen etwas nach hinten hervorziehen (Bild 1.5)
•  Kopf des Bewusstlosen in den Nacken überstrecken und Gesicht etwas erdwärts wenden

[Bild 1.4]
1.5

•  Hand des oben liegenden Arms unter die Wange schieben (Bild 1.6)

[Bild 1.5]
1.6

Kopfverletzungen

Allgemeines
Durch äußere Gewalteinwirkungen kann es zu Kopf- und Hirnverletzungen kommen. Meist folgt daraus eine Bewusstlosigkeit, deren Tiefe und Dauer vom Schädigungsgrad abhängt.

Gehirnerschütterung 
Durch Gewalteinwirkungen auf den Schädel wird die Gehirnmasse gegen den Knochen gepresst. Die daraus entstehende Hirnschwellung kann zur Bewusstlosigkeit führen.


Erkennen

  • Kurzzeitiger Bewusstseinsschwund
  • Fehlende Erinnerung an Ereignisse, die dem Unfall vorausgingen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen

Gefahren

  • Blutung
    zunehmender Hirndruck durch Bluterguss in den Zwischenraum zwischen Hirnoberfläche und Schädelknochen
  • Bewusstlosigkeit
    Erneuter Bewusstseinsschwund bedeutet Lebensgefahr durch Aspiration und damit Atemstillstand

Maßnahmen

  • Prüfen der Atmung
    Bei vorhandener Atmung Seitenlage herstellen,
    Bei Atemstillstand - Atemspende
  • Wiederholt Atmung kontrollieren
  • Notruf
  • Zum Liegenbleiben veranlassen


Schädel-Hirn-Verletzungen
Bei offenen Schädelwunden wird gleichzeitig die Hirnmasse verletzt und schwillt an. Eine Bewusstlosigkeit ist die Folge. Die Hirnmasse kann austreten.

Erkennen

  • Wundblutung im Bereich des behaarten Kopfes
  • Bewusstlosigkeit
  • Evtl. Krämpfe
  • Evtl. Austritt der Gehirnmasse

Gefahren

  • Aspiration
  • Atemstillstand
  • Infektion
  • Folgeschädigung der Hirnmasse

Maßnahmen

  • Prüfen der Atmung
    Bei vorhandener Atmung Seitenlage herstellen,
    Bei Atemstillstand - Atemspende
  • Wiederholt Atmung kontrollieren
  • Wundbedeckung
  • Notruf

Schädelbasisbruch
Typische Verletzung beim Aufprall des Kopfes auf die Windschutzscheibe oder den Asphalt bei Verkehrunfällen.

Erkennen

  • Meist geringe Blutung aus Nase, Mund oder Ohren
  • Bewusstlosigkeit

Gefahren

  • Aspiration
  • Atemstillstand

Maßnahmen

  • Prüfen der Atmung
    Bei vorhandener Atmung Seitenlage herstellen,
    Bei Atemstillstand Atemspende
  • Wiederholt Atmung kontrollieren
  • Notruf

Keine Behandlung der Wunden an Nase und Ohren vornehmen.


Epilepsie 
Durch Verkrampfung der Hirnarterie kommt es zu Funktionsausfällen im Gehirn.

Erkennen

  • Hinfallen
  • Zuckende Bewegungen des Körpers
  • Evtl. blutiger Schaum vor dem Mund
  • Blasenkrampf
  • Bewusstlosigkeit

Gefahren

  • Folgeverletzungen durch Hinfallen
  • Kurzzeitiger Gedächtnisverlust

Maßnahmen

  • Krampfende Arme und Beine nicht festhalten
  • Arme und Beine vor weiteren Schäden bewahren
  • Nach einem Anfall bei Bewusstlosigkeit Seitenlage herstellen
  • Weiter Fürsorge leisten



Hitzschlag
Witterungsbedingte Folgeerscheinung mit Einwirkungen auf den Organismus.


Erkennen

  • Auffallende Blässe oder hochroter Kopf
  • Evtl. heiße, trockene Haut
  • Kalter Schweiß
  • Evtl. Übelkeit und Kopfschmerzen
  • Evtl. Bewusstlosigkeit

Gefahren

  • Bewusstlosigkeit
  • Kreislaufstörungen

Maßnahmen

  • Betroffenen an einen kühlen Ort bringen
  • Kleidung öffnen
  • Bei Bewusstlosigkeit
    Atmung feststellen - Atemspende bzw. Seitenlagerung
  • Für Ruhe sorgen
  • Notruf

Störung der Atmung

Allgemeines

Erkennen

  • Bläulich-blasses Aussehen
  • Ungenügende Atmung bei Atemstillstand
  • Keine hörbaren Atemgeräusche
  • Keine sichtbaren bzw. fühlbaren Atembewegungen

Gefahr

  • Tod durch Sauerstoffmangel

Maßnahmen

  • Atemkontrolle
  • Notruf
  • Evtl. sichtbare Fremdkörper im Mund entfernen
  • Überstrecken des Halses
  • Mund-zu-Nase-Beatmung
  • Kopflage korrigieren
  • Mund-zu-Mund-Beatmung
  • Kopflage korrigieren
  • Evtl. Fremdkörper aus Mund und Rachen entfernen
  • Fortsetzen der Beatmung

Überstrecken des Halses 

Ausführung

•  Betroffener liegt auf dem Rücken
•  Seitlich am Kopf des Betroffenen knien
•  Mit einer Hand an die Stirn, mit der anderen Hand unter das Kinn fassen
•  Mit beiden Händen den Kopf stark nackenwärts beugen und so halten

Setzt die Atmung wieder ein, dann

•  Überstreckung des Halses halten
•  Verletzten beobachten
•  Bei regelrechter Atmung Seitenlage herstellen

Setzt die Atmung nicht ein, sofort mit der Atemspende beginnen.

Mund-zu-Nase-Beatmung 

Unterlippe mit Daumen gegen die Oberlippe drücken und den Mund des Betroffenen schließen
(Bild 1.1)
•  Eigenen Mund öffnen und einatmen

[Bild 1.1]
1.1

Mund über die Nase fest auf das Gesicht des Betroffenen setzen und Beatmung beginnen
(Bild 1.2)

[Bild 1.1]
1.2

Eigenen Kopf wieder erheben und zur Seite drehen, dabei auf Atembewegungen des Körpers
des Betroffenen achten, gleichzeitig auf Atemgeräusche prüfen
(Bild 1.3)

[Bild 1.1]
1.3



Kopflage korrigieren 
Die Kopflage des Betroffenen kann sich während der Atemspende verändern. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass die Atemwege verlegt sind.

•  Kopf des Betroffenen gerade legen
•  Hals erneut überstrecken und Atemspende fortsetzen



Mund-zu-Mund-Beatmung
Setzt die Atmung auch nach der Kopflage-Korrektur nicht ein, muss der Helfer auf die Mund-zu-Mund-Beatmung übergehen.

•  Überstreckung des Halses beibehalten
•  Daumen und Zeigefinger der auf der Stirn liegenden Hand schließen die Nase des Betroffenen
•  Mund des Betroffenen ein wenig öffnen
•  Eigenen Mund weit öffnen und einatmen
•  Eigenen Mund über den Mund des Betroffenen fest auf das Gesicht aufsetzen.

Im regelmäßigen Rhythmus beatmen (Bild 1.1).
Weiter wie bei Mund-zu-Nase-Beatmung verfahren.

[Bild 1.1]
1.1

Entfernen von Fremdkörpern
In manchen Fällen kommt es vor, dass die Luft eines Beatmungsversuchs nicht bis in die Lungen gelangt. Dabei muss mit einer Verlegung der Atemwege durch Fremdkörper gerechnet werden.

•  Oberhalb des Kopfes knien
•  Zeigefinger um die Kieferwinkel krümmen
•  Beide Daumen auf den Unterkiefer des Betroffenen legen
•  Unterkiefer herunter drücken (Bild 1.2)
•  Mit einem Daumen die Wange zwischen die Zahnreihe drücken und so den Mund öffnen
•  Kopf des Betroffenen zur Seite wende
Mit den Fingern der freien Hand den Mund und den Rachen weit austasten und evtl.
Fremdkörper entfernen, dazu möglichst Taschentuch um die Finger wickeln
•  Atemspende fortsetzen

[Bild 1.1]
1.2


Beenden der Atemspende

•  Beatmung solange durchführen, bis die Atemspende erfolgreich ist.
•  Atemspende unterbrechen und die Atemtätigkeit des Betroffenen beobachten
Bei nicht regelmäßig bzw. ausreichend einsetzender Atmung, unterstützend im Rhythmus
des Betroffenen weiterbeatmen, bis fachliche Hilfe eintrifft und die Beendigung anordnet
•  Nach erfolgreicher Beatmung den Betroffenen in die Seitenlage bringen
•  Wiederholt Puls und Atmung kontrollieren
•  Bei erneut aussetzender Atmung sofort wieder mit der Atemspende beginnen


Kleinkinder und Säuglinge

•  Hals des Kindes überstrecken
•  Eigenen Mund über Mund und Nase aufsetzen
•  Ca. 30-40 Mal in der Minute beatmen
Beatmungsstärke der kleinen Lunge des Kindes anpassen.
Mit einem eigenem Atemzug etwa drei bis vier leichte Beatmungen durchführen

 

Erste Hilfe bei Verschlucken
Fremdkörper in der Luftröhre bewirken meist einen starken Hustenreiz und evtl. ein pfeifendes Atemgeräusch. Ein in die Speiseröhre geratener Fremdkörper bewirkt meist Schluckbeschwerden und Schmerzen.

Erkennen

  • Bläulich-blasses Aussehen
  • Krampfhafte Atemversuche
  • Blaurote Verfärbung der Haut
  • Fehlender Atemstoß

Gefahren

  • Tod durch Ersticken

Maßnahmen

Bei Fremdkörper in der Luftröhre

  • Bei herunterhängendem Oberkörper mit der flachen Hand auf den Rücken zwischen die Schulterblätter schlagen
  • Notruf
  • Bei Atemstillstand Atemspende

Bei Fremdkörper in der Speiseröhre

  • Zum Würgen des Betroffenen animieren. Dazu die Finger weit in den Hals stecken
  • Bei Atemstillstand Atemspende

 

Insektenstich im Mundraum
Durch einen Insektenstich in den Mundraum können die Atemwege stark anschwellen und zum Erstickungstod führen.

Gefahren

  • Tod durch Ersticken

Maßnahmen

  • Ständig Eis lutschen lassen oder kalte Umschläge um den Hals legen
  • Notruf
  • Bei Atemstillstand Atemspende

 

 

 

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