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- A -

Amerikanische Trypanosomiasis (Chagas-Krankheit)

Vorkommen
Mexiko, Zentral- und Südamerika bis Chile

Erreger
Parasiten der Gattung Trypanosoma cruzi

Übertragung
Die Infektion erfolgt durch blutsaugende Raubwanzen. Während des Saugvorgangs scheiden die infizierten Wanzen Trypanosomen aus.

Symptome/Erkrankungsbild
Herzschädigung, Rhythmusstörungen, Magen-Darmbeeinträchtigung, Darmschädigung.

Prophylaxe
Benutzen von Moskitonetzen bei entsprechender Exposition.



Anthrax


Vorkommen
Weltweit, Ausbrüche wurden in Zentralasien beobachtet.

Erreger
Bacillus anthracis- Bakterien

Übertragung
Am häufigsten durch Hautinfektion bei Kontakt mit kontaminierten Produkten infizierter Tiere (Schafe, Ziegen, Rinder).

Symptome/Erkrankungsbild
Eine Übertragung erfolgt durch Kontakt mit Tierprodukten oder Anthraxsporen. Unbehandelt können lokale Lymphknoten- Infektionen auf das Blut übergehen und tödlich enden.

Prophylaxe
Impfung möglich, jedoch nur empfohlen für Menschen mit einem erhöhten berufsbedingten Risiko.
Wichtig ist, direkten Kontakt mit Erde oder mit Tierprodukten zu vermeiden.


 
 

- B -

Brucellose

Vorkommen
Weltweite Verbreitung bei Tieren, überwiegend in Entwicklungsländern und im Mittelmeerraum.

Erreger
Brucella-Bakterien

Übertragung
In erster Linie eine Tiererkrankung, die durch befallene Tiere (Rinder, Schafe, Ziegen) durch direkten Kontakt oder durch Verzehr von Rohmilch übertragen wird.

Symptome/Erkrankungsbild
Kontinuierliches oder intermittierendes Fieber mit Übelkeit. Bei Nichtbehandlung kann sich die Krankheit über mehrere Monate hinziehen.

Prophylaxe
Keine; jedoch das Trinken von Rohmilch in abgelegenen ländlichen Gegenden meiden. Weiter direkten Kontakt mit Rindern, Schafen und Ziegen vermeiden.

 

 

- C -

Cholera

Vorkommen
Die Cholera kommt weltweit vor, überwiegend in Ländern mit schlechten Hygieneverhältnissen und Mangel an sauberem Trinkwasser. Vor allem in Afrika und Asien, aber auch in Zentral- und Südamerika.

Erreger
Vibrio-cholerae-Bakterien

Übertragung
Durch Stuhl verunreinigtes Wasser.

Inkubationszeit
2-5 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild
In leichten Fällen nur Durchfall ohne weitere Symptome. Bei schwererem Erkrankungsbild, stark wässrige Durchfälle mit Brechreiz und Erbrechen, mit schnell einsetzendem Flüssigkeitsverlust. Wasserverlust bis 25 Liter am Tag sind möglich. Unbehandelte, schwere Fälle können innerhalb weniger Stunden aufgrund des Wasserverlustes und des damit verbundenen Kreislaufkollapses zum Tode führen.

Behandlung
Schneller Ersatz der verlorenen Körperflüssigkeit.

Prophylaxe
Orale Cholera-Impfstoffe sind für Reisende in entsprechende Risikogebiete erhältlich, aktive Impfung bietet drei bis fünf Monate Schutz.


 
 

- D -

Dengue-Fieber

Vorkommen
In tropischen und subtropischen Regionen, Zentral- und Südamerikas, sowie Südasiens und Südafrikas

Erreger
Dengue-Virus

Übertragung
Dengue-Fieber wird durch Aedes-aegypti-Mücken übertragen, die tagsüber stechen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt es nicht. Affen können in Südostasien und in Afrika Virusträger sein.

Symptome/Erkrankungsbild
Akut fiebrige Erkrankung, teilweise mit fleckigem Hautausschlag. Starke Muskelschmerzen mit biphasischen Fieberschüben. Weiterhin kann das Dengue-Fieber zu Blutungen durch verstärkte Gefäßpermeabilität führen(hämorrhagisches Dengue-Fieber); das Dengue-Schocksyndrom entwickelt sich dagegen selten: Aufgrund eines schweren Blutdruckabfalls resultiert eine Hypovolämie, die unbehandelt bei der Hälfte der Patienten zum Tode führt.

Prophylaxe
Keine (nach Möglichkeit Moskitostiche vermeiden).



Diphtherie

Infektionserkrankung, die gewöhnlich den Rachenbereich befällt und durch Verengung der Halsweichteile zum Tode führen kann.

Vorkommen
Weltweit, in Industrieländern jedoch aufgrund der DTP-Impfung sehr selten anzutreffen.

Übertragung
Sie erfolgt von Mensch zu Mensch mit infizierten Personen überwiegend durch Tröpfcheninfektion. Innere Organe werden durch Exotoxine geschädigt.

Inkubationszeit
2-6 Tage.

Symptome/Erkrankungsbild
Abhängig von der betroffenen Körperregion.

Behandlung
Schnelle Injektion eines Gegengiftes (Diphtherie-Antitoxin).

Prophylaxe
Reisende sollten über einen kompletten Impfschutz verfügen, der durch die DTP-Impfung erreicht wird (Dreifach-Impfung: Diphtherie-Tetanus-Pertussis).
Nach erfolgter Grundimpfung (drei Grundimpfungen) sollte bis zum siebten Lebensjahr eine ergänzende Dosis gegeben werden.


 

 

- E -

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